• Home
  • > >
  • Mach mit: Funken und Kommunizieren mit der ganzen Welt

Mach mit: Funken und Kommunizieren mit der ganzen Welt

Teil 4/12: studentische Vereinigung Amateurfunkgruppe

Stefan Lobas und Matthias Reisch vor ihrem Stand auf der TU-Night 2017. Foto: Anica Neumann

Du hast Lust mit dem anderen Ende der Welt zu kommunizieren und das nicht nur via Skype oder mit dem Handy? Technische Spielereien sind genau dein Ding? Dann schau doch mal bei der studentischen Vereinigung Amateurfunkgruppe, kurz „akaFunk“, vorbei.

Die Vereinigung beschäftigt sich mit dem Bau von Funksendern und dem Funken an sich. Sie betreibt dafür einen Repeater auf dem Architekturgebäude und eine eigene Amateurfunkstation. Sie können weltweit auf Kurzwelle und sogar auf Ultrakurzwelle funken. Für Elektronikbegeisterte gibt es auch ein Elektroniklabor, in dem fleißig an neuen Geräten gebastelt wird.

Zuletzt hat die akaFunk WLAN-Router modifiziert. Statt bei den üblichen 2,4 Gigahertz funkten die veränderten Geräte dann bei 2,3 Gigahertz und in dem dort befindlichen Amateurfunkband haben die Studierenden ein sich selbst organisierendes Netzwerk aufgebaut.

Funken mit einem Astronauten

„Mein persönliches Highlight war, dass ich 2014 mit dem Astronauten Alexander Gerst gefunkt habe, während er auf der ISS war.“, berichtet Stefan Lobas. Quasi ein kleiner Plausch von Funker zu Funker. „Er hat berichtet, wie es ihm in der Schwerelosigkeit ergeht.“ Was technisch jederzeit möglich wäre, war in diesem Fall natürlich ein abgesprochener Kontakt, der vielleicht im Jahr 2018 wiederholt werden könnte, wenn Alexander Gerst wieder auf die ISS zurückkehrt.

Aber was macht den Reiz beim Funken aus? „Es geht nicht darum dass man Telekommunikationsmedien, die es schon gibt, ersetzt, denn da ist die Qualität besser und die Zuverlässigkeit größer. Es geht darum, dass ich mit 5 Watt, was etwas mehr ist als ein Handy kann, eine Direktverbindung nach Japan aufbauen kann. Dafür brauche ich keine große Funkstation, kein gut ausgebautes Netz, keine Mobilfunkbasisstation. Mit einer Autobatterie und einem Draht, den ich irgendwohin hänge, kann ich mit dem anderen Ende der Welt funken. Es ist der Reiz zu gucken, ob man es hinbekommt, ob die Bedingungen in der Atmosphäre günstig sind.“, erklärt Stefan.

Interessiert?

Auch wenn das alles sehr technisch klingt, Vorkenntnisse sind nicht notwendig, um bei der akaFunk mitmachen zu können. Wer Interesse für Elektronik, Funk oder Kommunikation hat, der ist herzlich eingeladen vorbei zu schauen. Jeden Donnerstagabend ab 18 Uhr findet ein regelmäßiges Treffen in der Schleinitzstraße 23b statt.

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite der akaFunk.

^