Mach mit: Raumfahrtforschung und Raketenbau

Teil 6/12: studentische Vereinigung der Experimentalraumfahrt-Interessengemeinschaft e.V.

Simon Harms und Julian Baasch auf der TU-Night 2017. Foto: Anica Neumann

Du interessierst dich für Raumfahrt und Raketen und möchtest selbst in diesem Bereich forschen und bauen? Dann bist du bei der Erig genau richtig!

Die Mitglieder des Vereins setzen sich mit der Raumfahrt auseinander, bauen Experimentalraketen und entwickeln einen Kleinsatelliten. Sie betreiben auf ihrem Gebiet Grundlagenforschung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Raumfahrtsysteme. Eine dieser Experimentalraketen hatte die studentische Vereinigung mit zur TU-Night gebracht und imposant aufgebaut. Mit so einer Rakete können kleine Forschungssatelliten in Umlauf gebracht werden, die Atmosphärendaten sammeln, die beispielsweise für Klimaforscher sehr wichtig sind.

Neben Raketen bauen die Studierenden auch Antriebe für ebendiese. Dabei handelt es sich um Hybridantriebe mit einer Kombination aus einem festen Brennstoff und einem flüssigen Oxidator. Vor zwei Jahren, im Oktober 2015, hat die Erig im Rahmen des Projekts „STERN – Studentische Experimentalraketen“ in Nordschweden erfolgreich eine Rakete mit eigenentwickeltem Hybridtriebwerk gestartet – sie erreichte eine Höhe von sechs Kilometern.

Studentische Experimentalraketen

Im letzten Jahr hat die Gruppe eine Forschung zum Thema Weltraummüll übernommen, bei der sie sehr eng mit ihrem Heimatinstitut zusammenarbeitet. „Zurzeit gibt es mehr als 17.000 Objekte, die größer als 10 cm sind; darunter sind nur etwa 900 aktive Satelliten und die internationale Raumstation.“, erklärt Simon. Aktive Objekte müssen diesem Müll ausweichen, um Kollisionen zu vermeiden, die nicht nur gefährlich wären, sondern wiederum auch ein weiteres Trümmerfeld hinterlassen. Es gibt bereits verschiedene Ansätze diesen Müll zu entfernen, die Erig forscht im Moment mit Gecko-Materialien. Deren haftenden Eigenschaften sollen dabei helfen Objekte abtransportiert zu können.

Der imposante Aufbau rund um die Experimentalrakete neben dem Stand der Erig. Foto: Anica Neumann

Sie haben bereits Experimente unter weltraumähnlichen Bedingungen durchgeführt und dabei gute Ergebnisse erzielt. Schon im nächsten Jahr wollen die Mitglieder von Erig einen Satelliten mit diesen Materialien bauen.

Der Verein besteht überwiegend aus Studierenden technischer Studiengänge, aber es ist jeder willkommen. „Jeder kann mitmachen, wir bringen Menschen gern bei, was wir tun. Es ist nicht so schwer, wenn man erst einmal im Thema drin ist.“, berichtet Julian.

Interessiert?

Die Gruppe trifft sich jeden Dienstagabend in den Vereinsräumen am Institut für Raumfahrtsysteme am Campus Flughafen in der Hermann-Blenk-Straße 23 um 18 Uhr. Mehr Informationen findet ihr zudem auf der Seite der Erig.

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