Mach mit: selbstfahrende Modellautos entwickeln

Teil 10/12: Team CDLC

Jan Richelmann und Matthias Nee mit dem Auto "Carolinchen" an ihrem Stand auf der TU-Night 2017. Foto: Anica Neumann

Autonomes Fahren ist schon seit längerem ein aktuelles Thema, das vor allem das Team Cdlc beschäftigt. Auf die TU-Night hatten die Mitglieder der studentischen Initiative ihr kleines Modellauto „Carolinchen“ mitgebracht, das fleißig und autonom seine Runden auf einem kleinen Straßenparkour absolvierte.

Die Mitglieder vom Team Cdlc bauen autonome Modellfahrzeuge und nehmen jährlich am Carolo-Cup teil. Das ist ein studentischer Wettbewerb in der Stadthalle Braunschweigs, bei dem verschiedene Teams mit ihren Fahrzeugen gegeneinander antreten. Schon insgesamt vier Mal belegten sie dort den ersten Platz.

Carolinchen fährt komplett selbstständig, findet die Straße und weicht Hindernissen aus, biegt an Kreuzungen ab, befolgt Verkehrsregeln und achtet auf Schilder. So hält sie etwa an Zebrastreifen an und lässt dort wartende Menschen die Straße überqueren, ehe sie weiterfährt. „Man muss als Mensch eigentlich nicht mehr eingreifen, wenn nichts schief läuft.“, erklärt Jan.

Carolinchen ist schon seit 2007 auf den verkleinerten Straßen unterwegs. Foto: Anica Neumann

Carolinchen ist komplett vom Team Cdlc erbaut, auch die Software wird selbst programmiert. Das Auto „sieht“ die Straße über eine Schwarz-Weiß-Kamera. Mithilfe der Bilder erkennt es die Situation und kann entsprechend reagieren. Zum Parken gibt es zusätzlich noch einen Infrarotsensor, der den toten Winkel des Fahrzeugs wett macht. Verschiedene Sensoren, ein Desktoprechner, ein Microcontroller und Motoren vervollständen den kleinen Wagen.

Carolinchen on Tour

Das Team Cdlc arbeitet eng mit dem Institut für Regelungstechnik zusammen, welches sie in fachlichen Fragen tatkräftig unterstützt. Im Insitut wird an den „großen“ Autos geforscht („Leonie“). Daran wagt sich das Team Cdlc noch nicht, denn die Umsetzung ist wesentlich komplexer, aber wer weiß, was die Zukunft bringt? „Fairerweise muss ich sagen, dass Carolinchen auch noch mal gegen die Wand fährt.“ Schuld sind beispielsweise Spiegelungen am Boden, die sich im Kamerabild als weiße Fläche darstellen, die Carolinchen nicht identifizieren kann.

Neben dem Carolo-Cup fährt das Team auch noch zu diversen Messen, bei denen sie ihre Arbeiten vorstellen und auch das Vereinsleben kommt natürlich nicht zu kurz. „Man nimmt wirklich viel mit. Die Praxis, die man im Studium eher wenig hat, die hat man hier. Man schaut auch über den eigenen Tellerrand hinaus.“, erklärt Jan.

Interessiert?

Das Team besteht größtenteils aus technischen Studiengängen, aber innerhalb dieser sind sie bunt gemischt, von Informatiker, über Maschinenbauer bis hin zu Elektrotechnikern ist alles vertreten. Das liegt vor allem an den unterschiedlichen Aufgabenbereichen: Software, Hardware-Antrieb, -Fahrwerk und Design. Man kann programmieren und löten lernen und auch beim Thema Marketing und Sponsoring sind helfende Hände gern gesehen.

Das Team rund um Carolinchen trifft sich jeden Donnerstag ab 18 Uhr im E-Tower im Institut für Regelungstechnik. Mehr Infos findet ihr hier.

Kategorie:Allgemein, Campus
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