Alles hat ein Ende …

Studierende der HBK Braunschweig und Auszubildende von Volkswagen konstruierten eine spektakuläre Autoskulptur für die Ausstellung „Erwin Wurm. Fichte“ im Kunstmuseum Wolfsburg

Das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Künstler und Studierenden vor dem Kunstmuseum Wolfsburg. (Foto: Marek Kruszewski)

Das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Künstler und Studierenden vor dem Kunstmuseum Wolfsburg. (Foto: Marek Kruszewski)

Deformierte Autos, sogenannte Fat Cars, oder die One Minute Sculptures, die schon die Red Hot Chili Peppers für eins ihrer Musikvideos inspirierten, machten den Österreicher Erwin Wurm zu einem der bedeutendsten Künstler der Gegenwart. Vom 22. März bis zum 13. September 2015 kann man sich im Kunstmuseum Wolfsburg ein Bild von seiner eigenwilligen, humorvollen sowie philosophischen Sicht auf Alltagsgegenstände machen.

So zeigt die Ausstellung jede Menge absurde Situationen: In der hohen Halle hängen Nordmanntannen von der Decke. In einen zerdellten Mercedes ist eine Skulptur wie ein Meteorit gestürzt. Und der Künstler selbst porträtiert sich in Form einer Gewürzgurke. „Ich möchte dem Betrachter damit die Belanglosigkeit unserer Existenz vor Augen führen“, begründet der 61-Jährige seine bizarren Exponate. Denn in einem ist er sich sicher:

„Letztendlich werden wir alle scheitern. Diejenigen, die sich damit zurechtfinden, haben das grosse Los gezogen.“ – Erwin Wurm

Das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Künstler und Studierenden vor dem Kunstmuseum Wolfsburg. (Foto: Marek Kruszewski)

Das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Künstler und Studierenden vor dem Kunstmuseum Wolfsburg. (Foto: Marek Kruszewski)

Bereits auf dem Vorplatz weist eine Skulptur auf die spektakuläre Inszenierung im Kunstmuseum hin. Ein alter, grellgelb lackierter VW T2b Bulli, Baujahr 1975, wurde von Volkswagen-Auszubildenden, sowie Studierenden der HBK Braunschweig zu einer Currywurstbude umgebaut. Organisiert hat das Projekt Peter Christ, Leiter der Fahrzeugtechnik Berufsausbildung Volkswagen. „Der Aufbau des Kunstwerks erfordert Teamarbeit auf höchstem Qualitätsniveau. Zudem stehen dabei alle unter zeitlicher Anspannung“, beschreibt Christ die Anforderungen für dieses anspruchsvolle Vorhaben, „aber am Ende gewinnen die jungen Männer und Frauen bei der Arbeit viel an Erfahrung. Dieses Projekt ist eine Bereicherung für alle Beteiligten. “Nachdem alle Auto-Innereien, einschließlich Motor und Getriebe, ausgebaut wurden, wurde nach einem Modell des Künstlers die Karosserie aufgeschnitten – und aus Styropor, Polyester und Bauschaum die für Wurms Arbeiten charakteristische “fette” Silhouette geformt. Mehrere Male reiste der Künstler dafür extra nach Wolfsburg, um sich über die Fortschritte der Arbeiten zu informieren. Aus diesem „fetten Würstelstand“ – so der Titel des Exponats – wird nun zur Mittagszeit die originale VW-Currywurst verkauft. Ein kleiner Anreiz mehr diese gesellschaftskritische Ausstellung zu besuchen.

(Foto: Eva Würdinger)

(Foto: Eva Würdinger)

Kategorie:Campus
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