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Braunschweiger „Carolinchen“ setzte sich durch

Autonom fahrende Modellfahrzeuge zeigten beim 9. Carolo-Cup ihr Können

Teilnehmer des Carolo-Cups 2016. Foto: TU Braunschweig

Die Miniatur-Elite steht fest: „Carolinchen“, „Hyperion“ und „Simba“ aus Braunschweig und Aachen tragen den Titel der drei besten autonomen Modellfahrzeuge des Carolo-Cups 2016, ausgerichtet von der Technischen Universität Braunschweig. Aus ganz Deutschland kamen die 15 studentischen Teams in der Löwenstadt zusammen – eines sogar aus Göteborg – um an zwei Tagen in der Stadthalle selbst entwickelte und autonom fahrende Modellfahrzeuge gegeneinander antreten zu lassen.

Nach drei Vizemeisterschaften in den letzten Wettkämpfen setzte sich das Braunschweiger Team „crazy dancing little caroline“ (CDLC) beim 9. Carolo-Cup durch. Das Team GalaXIs der RWTH Aachen belegt mit „Hyperion“ den zweiten Rang und das zweite Braunschweiger Team, die ISF Löwen mit „Simba II“ das dritte Treppchen. Erstmals wurde der Wettbewerb aufgrund des großen Zuschauerinteresses und der wachsenden Anzahl der Teams nicht mehr in der Aula der TU, sondern in der Braunschweiger Stadthalle ausgetragen. Dort verfolgten rund 600 Zuschauer das Spektakel auf einem knapp 90 Meter langen Parcours.

Das autonome Fahren der Fahrzeuge im Maßstab 1:10 ermöglichen Kameras, die die Strecke erkennen und an einen mit entsprechender Software ausgestatteten Rechner weiterleiten. So gelingen den Roboterfahrzeugen eigenständiges Fahrspurhalten, korrektes Lenken sowie das Anpassen der Geschwindigkeit an die Strecke. In allen Disziplinen zeigte „Carolinchen“ die ausgewogenste Leistung und setzte sich durch. Sie war schnell, parkte souverän rückwärts ein und fuhr auf den knapp 90 Metern Rennstrecke fast fehlerfrei, während sie Hindernisse und Vorfahrtsregelungen meisterte. „Unsere Technik lief bereits in der Vorbereitung sehr stabil, so waren uns in diesem Jahr sehr sicher mit „Carolinchen“ eine gute Platzierung einzufahren. Während des Wettkampfs haben wir „Carolinchen“ optimal auf die Strecke eingestellt und eine tolle Performance abgeliefert“, freute sich Marcel Rose.

„Den Studierenden zuzuschauen und von ihnen zu erfahren wie sie Herausforderungen des autonomen Fahrens technisch umgesetzt haben und mit welchen Strategien sie angetreten sind, macht richtig Spaß“, äußerte der Niedersächsische Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies, der den Wettbewerb in der Stadthalle verfolgte, begeistert. Auch Mirco Kugelmeier vom Team GalaXIs, den Zweitplatzierten aus Aachen, war glücklich: „Wir sind super zufrieden, dass wir mit „Hyperion“ praktisch so überzeugen konnten.“ Zufrieden zeigt sich auch das zweite Braunschweiger Team ISF Löwen mit seinem Fahrzeug „Simba II“. Die zwölf Monate intensiver Vorbereitung zahlten sich für die letztes Jahr noch Letztplatzierten aus. „Unser Ziel schnell zu fahren, und wenig Fehler zu machen, haben wir optimal erreicht. Schade, dass wir beim Einparken gepatzt haben, sonst hätten wir uns noch weiter vorn platzieren können“, so Robert Hartung.

Prof. Thomas Form vom Organisationsteam des Instituts für Regelungstechnik zeigt sich beeindruckt vom Können der Studierenden und verzeichnet eine enorme Leistungssteigerung der Teams. „Besonders der Weg zum Finale ist das Ziel des Carolo-Cups. Der Zeitaufwand der Studierenden oft mit mehreren tausend Arbeitsstunden ist enorm, und die Studierenden lernen bestens ganzheitlich und praxisnah das Thema „autonomes Fahren“, Teamarbeit und Projektmanagement kennen.“

Die drei Siegerteams freuen sich über ein Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro. Das CDLC Team gewinnt für den ersten Platz 5.000 Euro. Die Zweit- und Drittplatzierten erhalten 3.000 bzw. 2.000 Euro. Das Team „Querlenker“ der Hochschule Karlsruhe nahm an dem zeitgleich ausgetragenen Junior-Cup teil, an dem sich Teams, die das erste Mal mitmachen, mit weniger komplexen Aufgaben messen. Die Studierenden, die ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro bekommen, überzeugten mit ihrem Fahrzeug und wollen nächsten Jahr beim Carolo-Cup mitmischen.

Der Sonderpreis des VDI für das leichteste Fahrzeug, dotiert mit 500 Euro, ging an das Team NaN der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg. Ihr leichtes autonomes Kraftfahrzeug „Lak-XU 4000“ wiegt gerade einmal 1,85 Kilo.

Weitere Informationen zum Carolo-Cup unter www.carolo-cup.de

 

Braunschweiger Siegerteam „crazy dancing little caroline“ (CDLC) beim 9. Carolo-Cup mit Gefährt „Carolinchen“. Foto: TU Braunschweig
Braunschweiger Siegerteam „crazy dancing little caroline“ (CDLC) beim 9. Carolo-Cup mit Gefährt „Carolinchen“. Foto: TU Braunschweig

 

Drittplatzierte: Braunschweiger Team ISF mit Gefährt „Simba II“ beim  beim 9. Carolo-Cup. Foto: TU Braunschweig
Drittplatzierte: Braunschweiger Team ISF mit Gefährt „Simba II“ beim beim 9. Carolo-Cup. Foto: TU Braunschweig

 

Teilnehmerauto beim 9. Carolo-Cup 2016. Foto: TU Braunschweig
Teilnehmerauto beim 9. Carolo-Cup 2016. Foto: TU Braunschweig

 

Teilnehmerautos beim 9. Carolo-Cup 2016. Foto: TU Braunschweig
Teilnehmerautos beim 9. Carolo-Cup 2016. Foto: TU Braunschweig

 

Teamwork beim 9. Carolo-Cup. Foto: TU Braunschweig
Teamwork beim 9. Carolo-Cup. Foto: TU Braunschweig
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