„Ein schönerer Campus“

Pascal Abel über das Projekt Sandkasten

(Foto: Sandkasten – selfmade campus)

(Foto: Sandkasten – selfmade campus)

Pascal Abel arbeitet am Institut für Wirtschaftsinformatik der TU und sprach mit studi38.de über die Büchertelefonzellen, die im Rahmen des Projekts „Sandkasten – selfmade campus“ errichtet wurden.


Was verbirgt sich hinter „Sandkasten – selfmade campus“?
Das Projekt setzt sich für einen ansprechenderen und schöneren Campus ein. Die Idee kam daher, dass man oft das Gefühl hat, dass auf dem Campus etwas fehlt. Mitmachen können Studierende sowie Mitarbeiter der Universität, indem sie ihre Vorschläge auf der Online-Plattform www.sandkasten.tu-braunschweig.de eintragen. Wir geben den Nutzern die Macht und die Verantwortung zur Gestaltung ihres Lebensraums.

Welche Ideen wurden neben den Bücherschränken bisher realisiert?
Zum Beispiel die Bänke aus Paletten, die auf dem Forumsplatz stehen. Außerdem haben wir eine Geocaching-Tour organisiert und Pflanzensäulen vor der Mensa aufgestellt. Auch interessant war das Entwerfen und Bauen von Grills, die auf der TU Night vorgestellt wurden.

Am Haupt- und Nordcampus wurden im Herbst 2015 Büchertelefonzellen errichtet – warum?
Das war eine der ersten Ideen, die im Rahmen des Projekts vorgestellt wurden. Der Vorschlag kam von Professor Röhnert vom Institut für Germanistik, der als Beispiel die Stadt Frankfurt nannte, wo es solche Bücherschränke schon in Form von schlichten Glas-Stahl-Konstruktionen gibt. Das Projekt wurde dann ausgeschrieben und eine Projektgruppe gesucht, die dann auf die schöne Idee gekommen ist, die Telefonzellen zu gestalten.

Wie wurde das Ganze finanziert?
Ein großer Anteil kommt aus Hochschulpaktmitteln. Die Gelder gehen erst ans Präsidium und damit können wir relativ viel machen. Bei den Telefonzellen waren es je um die 3000 Euro. Für die Eröffnung haben wir Sponsoren herangezogen.

Werden demnächst weitere öffentliche Bücherschränke auf dem Gelände der TU errichtet?
Meines Wissens nach gibt es bisher keine Pläne, aber falls doch, dürfte es in Zukunft viel einfacher sein, weitere Schränke zu errichten, vielleicht ja am Campus Ost. Wenn jemand sich dafür einsetzen will – einfach die Idee auf die Plattform setzen und dann klappt das bestimmt!

Was ist der Reiz an analogen Büchern in Zeiten von kindle, e-books und co.?
Wenn zum Beispiel Lesungen an der Telefonzelle stattfinden, hat es einen ganz anderen Charakter, ob der Vortragende sein eigenes Buch als gedruckte oder digitale Version in der Hand hält. Ich glaube, dass der Trend auf jeden Fall zum Digitalen geht. Aber das ein oder andere analoge Buch zu besitzen hat seinen ganz eigenen Charme, und ich denke, das wird sich auch nicht so schnell ändern.

Welche drei Bücher würden Sie sich aus der Telefonzelle mitnehmen?
Ein Fachbuch, einen Mittelalter- und einen Wissenschaftsfantasyroman!

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