Summer, Sounds and People

Diese sechs Typen triffst du auf jedem Festival

Der Brutzler, die Coachella-Queen und das Partytier. Grafiken: Aileen Stucke

Der Brutzler, die Coachella-Queen und das Partytier. Grafiken: Aileen Stucke

Der Festivalbesuch stellt für viele Studenten das Highlight eines jeden Sommers dar. Tausende Menschen pilgern jährlich in die entlegensten Winkel Deutschlands und der Welt, um die Flucht aus dem Alltag zu zelebrieren und einige Tage in absoluter Freiheit und mit guten Sounds zu verbringen. Ähnlich vielseitig und kunterbunt wie die Camps auf dem Gelände sind die Besucher. Und doch gibt es Stereotype, die einfach zu einem Festival gehören, wie die obligatorische Suche nach Helga. Sechs davon stellen wir euch vor …

Der Brutzler

Den Brutzler sollte man trotz seiner Einsilbigkeit nicht dauerhaft ignorieren. In einem dem eigenen Körper inzwischen vollkommen angepassten Campingstuhl bewacht er mit Trainingshose, Zange und Dosenbier bewaffnet sein Heiligtum: den Grill. Zuweilen pilgern Mitcamper und auch fremde Festivalbesucher zu ihm, um sich eine Stärkung zu erschnorren oder ihr zuvor bestelltes Grillgut einer Prüfung zu unterziehen. Sein größter Feind sind alle Veganer oder Vegetarier, aber mit ein bisschen Bewunderung für seine Künste grillt er vielleicht auch mal ein Tofu-Würstchen.

Die Coachella-Queen

Auch wenn Kalifornien tausende Kilometer weit entfernt ist, der Coachella-Gedanke lebt! Ganz nach dem Vorbild ihrer Idole Vanessa Hudgens oder Bonnie Strange, hat sie ihren perfekten Look detailverliebt vorbereitet: Crop Top, Maxikleid, Shorts (vorzugsweise mit Fransen), Hut oder Tuch am Kopf und täglich zum Outfit passende Accessoires (wie die obligatorische Herzchen-Sonnenbrille). Getreu dem Motto: „Everyday is a Fashion Show and the World is my Runway“ stolziert sie geduscht, frisiert und geschminkt über das Gelände. Wenn sich vor Ort keine Bewunderer finden lassen, inszeniert sie mit ihren BFFs kurzerhand selbst ein stündliches Fotoshooting für Instagram und Snapcaht (#OOTD). Welche Bands so auf dem Festival gespielt haben? Keine Ahnung!

Das Partytier

Selten verlässt dieses Tier seine gewohnte Umgebung: den Campingplatz. Solange die Nahrungs- und Bierquelle nicht versiegt, findet man es mit Trichter oder Megafon in der Nähe seiner Behausung, wo es versucht die Meute zum Feiern zu animieren. Erst einmal in Fahrt gekommen, ist es kaum zu bremsen. Dafür wird es mit ihm an deiner Seite niemals langweilig: „A little Party nerver killed nobody!“

Der Hipster

Den Hipster trifft man insbesondere auf Elektro-Festivals. Durch nächtliche Recherchen mit Hilfe von Tumblr und diversen Modeblogs ist er trendtechnisch bestens auf den Festivalsommer vorbereitet. Ausgestattet mit fancy Sonnenbrille und hip frisiertem Bart hält er sich bevorzugt an der kleinsten Bühne des Festivals auf. Der Hipster liebt es, für sein Insiderwissen bewundert zu werden und teilt seinen Followern nur zu gern mit, welche Band seiner Meinung nach demnächst durchstarten wird. Verläuft sich der Hipster doch einmal Richtung Hauptbühne, findet er das Dargebotene natürlich total langweilig und schreitet lieber lässig zum Getränkestand, um das neueste Trendgetränk zu ordern. Auch die Foodtrucks sind ein beliebtes Ziel, denn hier hat er endlich die Möglichkeit, ungefragt über sein erfolgreiches Startup zu referieren und nebenbei noch ein paar starke Pics von seinen Süßkartoffelpommes zu schießen.

Der Brutzler, die Coachella-Queen und das Partytier. Grafiken: Aileen Stucke

Der Hipster, der Profi und der Hippie. Grafiken: Aileen Stucke

Der Profi

Vorbereitung ist alles: So ist der Profi auf alle Eventualitäten vorbereitet. Egal, ob man einen Dosenöffner, den Gaskocher oder eine Isomatte benötigt – der Profi hat alles dabei und das meiste sogar in mehrfacher Ausführung. Die Running Order des Festivals hat er selbstverständlich einlaminiert und die Festival-App auf dem Smartphone installiert – was soll da noch schiefgehen? Abends steht er überpünktlich vor den Hauptacts und feiert kopfnickend und fußtippend. Noch vor Sonntagnacht faltet der Profi sorgsam sein 6-Personen-Zelt zusammen, zählt die Heringe nach und fährt voller Vorfreude heim. Denn am Montag kann er den Kollegen endlich erzählen, wie reibungslos dieses Festivalprojekt doch wieder verlaufen ist.

Der Hippie

Statt sich in das Getümmel vor der Hauptbühne zu stürzen, vollzieht der Hippie lieber gemeinschaftliche Ausdruckstänze auf der Campingplatzwiese Beim gemeinsamen Musizieren am Lagerfeuer stimmt er gern Protestlieder mit einer weit gereisten Wandergitarre an oder gibt John-Lennon-Songs im Duett mit seiner Angebeteten zum Besten. Bei Gesprächen über Gott, die Welt und psychoaktive Pflanzen ist der Leinenhemd- und Cordhosenträger voll in seinem Element: Sein ewiges Philosophieren schläfert auch den letzten wachen Mitcamper ein. Während der Rest der Festival-Welt bis in die Mittagsstunden seinen Rausch ausschläft, sammelt das Blumenkind schon fröhlich hopsend den Müll der anderen ein.

Kategorie:Campus
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