Die HBK Braunschweig hat eine neue Chefin

Vanessa Ohlraun wurde heute in Hannover zur neuen Präsidentin ernannt

Vanessa Ohlraun erhält die Ernennungsurkunde im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) durch die Ministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajić. Foto: MWK

Am heutigen Donnerstag ging eine mehr als dreijährige Suche zu Ende. Seit dem 31. Oktober 2013 und dem Rücktritt von Hubertus von Amelunxen war der Chefsessel der Hochschule für Bildende Künste leer und wurde interimsweise vom Hauptberuflichen Vizepräsidenten Nikolas Lange besetzt. Jetzt wurde Vanessa Ohlraun im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) durch Ministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajić offiziell zur künftigen Präsidentin der HBK Braunschweig ernannt.

Ohlraun wird mit Beginn des kommenden Jahres die Leitung der Kunsthochschule übernehmen, die mit knapp 1.000 Studierenden eine der größten in Deutschland ist. Ihre sechsjährige Amtszeit endet am 31. Dezember 2022.

„Der Senat der HBK hat sich für eine bestens vernetzte Expertin als Präsidentin entschieden“, sagte die Ministerin in Hannover. „Mit ihrer Expertise und ihren Erfahrungen in der internationalen Kulturszene wird Vanessa Ohlraun wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Hochschule setzen.“

Die neue Präsidentin dankte der HBK für das in sie gesetzte Vertrauen und erwiderte: „Ich freue mich gemeinsam mit allen Hochschulmitgliedern an der Entwicklung dieser renommierten Hochschule zusammen zu arbeiten. Angesichts der Herausforderungen unserer heutigen Gesellschaft ist es besonders wichtig, Orte des kritischen Denkens und Experimentierens zu schaffen. Ich möchte die HBK dahingehend zu einer impulsgebenden Hochschule ausbauen.“

Vanessa Ohlraun studierte Ethnologie, Kunstgeschichte und Gender Studies in Berlin und Seattle. Von 2011 bis heute war sie Dekanin der Kunstakademie in Oslo. Dort war sie zudem als Kuratorin tätig und verantwortete unter anderem den Beitrag des Zentralasiatischen Pavillons auf der 55. Venedig Biennale 2013. Zuvor leitete sie den Master of Fine Art am Piet Zwart Institut in Rotterdam. Sieben Jahre war Frau Ohlraun als Kulturattachée für Bildende Kunst, Film und neue Medien in Berlin an der Kanadischen Botschaft beschäftigt. Als Autorin und Gastlektorin widmet sie sich insbesondere der künstlerischen Forschung sowie der zeitgenössischen Kunst und Performance. Ohlraun ist seit 2015 Vorstandsmitglied des Norwegian Artistic Research Programme.

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