Money, money, money …

Es heißt salopp, „Geld regiert die Welt“

Foto: pixabay

Deshalb dreht sich an dieser Stelle ausnahmsweise mal alles ums Bare und nicht um Interessen oder Selbstverwirklichung. Welchen Kommilitonen geht es eigentlich nach dem Studium finanziell am besten? Gibt es tatsächlich Gewinner und Verlierer? Und wenn ja, ist das gerecht?

In sechs Fakultäten bildet die TU Braunschweig jährlich bis zu 17.000Studierende aus und gibt ihnen damit fachbezogenes Handwerkzeug mit auf den Weg ins spätere Berufsleben. Dabei möchte jeder Zweite Ingenieur werden. Vermutlich nicht ohne Grund. Ein Blick auf Branchen und Studiengänge mit den besten Verdienstmöglichkeiten zeigt: Die Automobilindustrie gehört zu den lukrativsten Branchen und Absolventen der Ingenieurswissenschaften verdienen laut dem neuesten Stepstone Gehaltsreport durchschnittlich ganze 61.041 Euro brutto im Jahr. Das sind 5086,70 Euro vor Steuern im Monat. Damit erhalten Ingenieure fast so viel wie Deutschlands Top-Verdiener, die Mediziner. Natürlich richten Universitäten ihr Studienangebot auf die regionalen Strukturen und Branchen aus. Niedersachsen ist stark von seiner Automobil- und Zuliefererindustrie geprägt. Doch die TU Braunschweig hat noch mehr zu bieten als Materialwissenschaften, Informatik und Prozessmanagement. Rund 4.800 Studierende sind in den Fächern Mathematik bzw. Naturwissenschaften eingeschrieben. Sie verdienen jährlich zwar bis zu 2.000 Euro weniger als ihre Kommilitonen der Ingenieurswissenschaften oder Wirtschaftsinformatik, bewegen sich nach dem Abschluss aber dennoch im oberen Einkommenssektor.

Geistes- und Sozialwissenschaften im unteren Drittel

Anders sehen die Aussichten für Geistes- und Sozialwissenschaftler aus. Die Entgelte der Absolventen bewegen sich im unteren Drittel der Einkommensverteilung von Hochschulabsolventen. Durchschnittlich bedeutet das im Jahr je nach Berufsfeld zwischen 10.000 und 20.000 Euro weniger gegenüber den Spitzenverdienern. Eine ganz schöne Stange Geld! Ist das gerecht? Letztlich ist es wie im Sport: Gezahlt wird, wonach der Markt fragt und wofür der Markt bezahlen will. Deswegen bekommt ein Fußball- Profi in der Bundesliga bis zu 12 Millionen Euro, wohingegen ein Leichtathletik- Profi auf Sportfördergruppen angewiesen ist, um ein Gehalt zu beziehen, von dem er leben kann. Dass beide möglicherweise das gleiche Trainingspensum haben und im Wettkampf Vergleichbares leisten, ist dabei sekundär. So funktioniert freie Marktwirtschaft. Und jeder hat bei der Studienwahl eine freie Entscheidung. Entsprechend seiner Möglichkeiten, versteht sich.

Die Gehälter beziehen sich auf das durchschnittliche Bruttojahresgehalt inkl. variabler Anteile. (Quelle: StepStone Gehaltsreport 2015)

Die Gehälter beziehen sich auf das durchschnittliche Bruttojahresgehalt inkl. variabler Anteile. (Quelle: StepStone Gehaltsreport 2015)

Hochschulabschluss bringt 35 Prozent mehr Geld

Auch wenn die Einkommensschere zwischen einzelnen Studiengängen weit auseinander klafft: Im Schnitt verdienen Studierende 35 Prozent mehr als ihre Kollegen mit anderen Abschlüssen. Möglicherweise ist das ein Grund dafür, dass die Zahl deutscher Studierender in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat. 2 694 579 junge Menschen haben sich im Wintersemester 2014/2015 für ein Studium eingeschrieben. Das sind gut 465.000 Studierende mehr als noch vor zwei Jahren. In Braunschweig wird diese Entwicklung jährlich bei der großen Immatrikulationsfeier deutlich, die inzwischen im Fußballstadion von Eintracht Braunschweig abgehalten werden muss, um alle Erstsemester unterzubringen. Auch ihnen winkt in einigen Jahren ein gutes Einkommen. Bei all dem Wirbel um das gute Geld darf jedoch eins nicht vergessen werden: Geld allein macht nicht glücklich. Außerdem sprechen wir von Gehältern, die weit über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 31.000 Euro liegen. „Luxusprobleme“, würde manch einer also sagen, wenn der Hochschul-Absolvent über sein Einkommen klagt.

Kategorie:Karriere
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