Regional, sozial, ökologisch

Ein Braunschweiger Startup setzt auf Recycling-Sportbekleidung

Foto: Re-Athlete

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Studium, Nebenjob und gleichzeitig ein Unternehmen auf die Beine stellen. Gar nicht so einfach, das alles unter einen Hut zu bekommen. Die Braunschweiger Jungunternehmer Alina Hische und Johannes Skowron haben die Herausforderung angenommen. „Mit unseren Fernstudien sind wir flexibel genug, das alles zu managen“, sagt Skowron. „Wir sind von dem Konzept absolut überzeugt. Da macht es ja auch Spaß an der guten Sache und der sozialen Idee zu arbeiten“, ergänzt Hische.

Die „Sache“, das ist das Startup „ReAthlete“. Das junge Unternehmen produziert aus recycelten Fischernetzen ökologische Sportbekleidung für Einzelsportler, Teams und Vereine. Die besteht aus einem zu 100 Prozent regenerierten Nylon-Material namens Econyl(R). Entwickelt hat das Verfahren das italienische Unternehmen Aquafil Spa, das durch einen innovativen Regenerationsprozess die Weltmeere von Nylonmüll befreit und Abfälle wiederverwertet, bevor diese auf Deponien oder in der Umwelt landen.

„Im Sommerurlaub 2016 sind wir darauf gekommen. Johannes wollte schon immer ein Unternehmen gründen und studienbedingt kam die Idee, Nachhaltigkeit mit Sport zu kombinieren“, erzählt Psychologiestudentin Alina Hische. Ihr Mitstreiter Johannes hat bereits einen Bachelor im Fach Sportmanagement in der Tasche und legt aktuell im Fernstudium noch einen Master in BWL nach: „Alina schneidert und näht seit sie laufen kann.

Und da wir etwas machen wollten, was auch die Umwelt voranbringt, kamen wir auf die Idee, eigene Sportartikel herzustellen.“ Auch der soziale Aspekt steht bei ReAthlete im Mittelpunkt. „Wir haben uns gleich am Anfang dafür entschieden, alles regional herstellen zu lassen“, sagt Hische. Das Unternehmen unterstützt hierfür verschiedene Formen der Arbeitstherapie, die Menschen mit Behinderungen hilft, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Für die erste Produktion arbeitet Re-Athlete mit der Lebenshilfe Wolfsburg zusammen und möchte in Zukunft auch weitere Formen der Arbeitstherapie unterstützen.

Neben der anlaufenden Produktion haben die Jungunternehmer gerade vor allem mit der Sponsorenaquise zu tun – ihr Ziel: In Zukunft sollen Geldgeber mit Vereinen zusammengebracht werden, die die nachhaltige Sportbekleidung von Re-Athlete tragen. Beide Parteien würden sich dann für den Umwelt- und Tierschutz sowie einen regionalen und sozialen Produktionsprozess einsetzen und sollen von der öffentlichen Wirkung dieser nachhaltigen Zusammenarbeit profitieren. „Zurzeit versuchen wir den potentiellen Sponsoren, Vereinen und Unternehmen, diesen Ansatz zu vermitteln. Für alle wäre es eine Win-Win-Situation“, erklärt Hische. Interessierte Vereine oder Unternehmen können sich per E-Mail oder auf der Facebook-Seite des Startups melden. #

Kategorie:Karriere
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