Die Nummer mit der Nummer

Was geht in unseren Betten ab? Eine Studie sucht Antworten...

Foto: (CC BY-SA 2.0) Olaf Breuning

„Und du so?“ schaut mich mein Kumpel Mark fragend an. Gerade hat er stolz von seiner Nummer 19 erzählt. Denn Mark führt eine „Frauen-mit-denen-ich-geschlafen-habe“-Liste. Ohne Witz. Und während ich unbewusst anfange, in meinem Kopf zu zählen, sind wir auch schon direkt beim Thema: Sexpartner. Wie viele sind zu viel? Wie viele sind zu wenig? Wie viele genug?

Forscher haben nun versucht, einen Blick hinter die verschlossenen Schlafzimmertüren der Deutschen zu werfen. Mit dabei war Erstautorin Julia Haversath von der TU Braunschweig. Dafür wurden mehr als 2.500 Menschen ab 14 Jahren repräsentativ zu ihrem Sexualverhalten befragt. Mit durchaus interessanten Ergebnissen.

Jetzt mal Butter bei die Fische: Was geht bei uns im Bett so ab?

Männer haben nach eigenen Angaben im Leben durchschnittlich mit zehn Partnerinnen geschlafen. Frauen hingegen nur mit der Hälfte. Komisch: Statistisch gesehen sind wir in Deutschland gleich verteilt. 50 Prozent Männer, 50 Prozent Frauen.  Da kann es nur ein paar Möglichkeiten geben: Eine wäre, dass alle Männer in den Puff gehen. Die andere, dass alle homosexuell sind. Beide Varianten sind zwar durchaus möglich, wenn auch eher unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher: Man sollte nicht alles  glauben, was einem erzählt wird. Es wird gemogelt, geschummelt und geschönt. Vor allem, wenn es um die Anzahl der bisherigen Sexpartner geht. Denn es geht nicht nur um eine Zahl. Es geht um die eigene Selbstdarstellung. Wie möchte ich von anderen gesehen werden?  Was Oma als „Leichtes Mädchen“ betiteln würde, gilt bei den Jungs als geiler Hengst. Desto länger die Liste der Frauen, desto attraktiver der Mann. Denkt der Mann. Eine Ungleichung mit inszenierten Geschlechterrollen. Was für den einen als sexuell abenteuerlustig und erfahren gilt, ist für den anderen ein Warnsignal. Egal ob Frau oder Mann, jeder hat da seine individuellen Vorstellung, was zu viel und was zu wenig ist. Die einen sprechen darüber laut und breit, die anderen lassen es.  Vielleicht ist es eine bessere Idee, sich auf die eigentliche Nummer als auf die Nummer auf der Liste zu konzentrieren.

Die 25- bis 29-Jährigen sind am aktivsten

  • Männer haben im Schnitt nach eigenen Angaben 60 Mal Sex im Jahr (1,2 Mal pro Woche), Frauen 47 Mal (0,9 Mal pro Woche)
  • umso älter die Befragten, desto weniger Sex hatten sie
  • 21 Prozent der Männer und 15 Prozent der Frauen sind bereits einmal fremd gegangen
  • 57 Prozent der Befragten leben in einer festen Partnerschaft

 

Kategorie:Campus, Wissenschaft
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