Ein Zuhause für die Nanomesstechnik

Grundsteinlegung für das Carolo-Wilhelmina Forschungszentrum LENA

Prof. Andreas Waag, Sprecher des LENA, Renate Müller-Steinweg, Staatliches Baumanagement, Annegret Ihbe, Bürgermeisterin der Stadt Braunschweig, Dr. Gabriele Heinen-Kljajic, Niedersächsische Wissenschaftsministerin, Prof. Joachim Ullrich, Präsident der PTB, Prof. Jürgen Hesselbach, Präsident der TU Braunschweig, Prof. Meinhard Schilling, Mit-Initiator des LENA an der TU Braunschweig. Foto: TU Braunschweig / Henrike Hoy

Die Nanotechnologie befasst sich mit vielerlei zukunftsweisender Querschnittstechnologien. Von großer Bedeutung ist im Rahmen dieser Technologie und ihrer Weiterentwicklung eine präzise Messtechnik, um Nanosysteme zu beschreiben, zu verstehen und zu produzieren.

Um den Forschungsschwerpunkt Nanometrologie aktiv zu unterstützen, errichtet das Land Niedersachsen für das Forschungszentrum LENA der TU Braunschweig ein neues Gebäude. Die 33 Millionen Euro stellen eine gemeinsame Investition von Bund und Land dar und ermöglichen einen Forschungsbau mit exzellenter Ausstattung an Großgeräten für die Nanoanalytik.

Das Forschungszentrum Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA) wurde in enger Kooperation mit der Physikalisch Technischen Bundesanstalt Braunschweig gegründet und wird bereits gemeinsam mit den beteiligten Institute betrieben und ist als Carolo-Wilhelmina-Forschungszentrum eine zentrale Einrichtung der TU Braunschweig. Inhaltlich verbindet es interdisziplinäre Forschung auf dem Gebiet der Nanometrologie – präzises Messen im Nano¬bereich – mit Hilfe des Zusammenführens von Arbeitsgruppen aus dem Ingenieursbereich, der Chemie, Physik sowie den Lebenswissenschaften.

Aktuell vereint das Forschungszentrum LENA Institute aus den Fakultäten Informationstechnik, Lebenswissenschaften, Maschinen¬bau und Elektrotechnik, Physik der Technischen Universität Braunschweig mit den Abteilungen Chemische Physik und Explosionsschutz, Elektrizität sowie Optik und Fertigungsmesstechnik der Physikalisch Technischen Bundesanstalt.

Präsident Prof. Jürgen Hesselbach erläuterte in seiner Begrüßung die Erfolgsgeschichte des LENA. Seine Würdigung galt besonders der Initiative der Institute von Prof. Andreas Waag (Sprecher des LENA) und Prof. Meinhard Schilling sowie ihrer Partner an der PTB. Laut Hesselbach werde bereits heute in Braunschweig Spitzenforschung betrieben und High-Tech-Produkte auf dem wichtigen Zukunftsfeld der Nanomesstechnik gefördert.

„Mit dem Forschungsneubau LENA entsteht in Braunschweig ein weiterer Leuchtturm für die Forschung. Dadurch ist es möglich, in enger Zusammenarbeit mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt den Forschungsbereich der Messtechnik auszubauen“, konstatierte die Niedersächsische Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic. „Durch LENA wird nicht nur der Wissenschaftsstandort Braunschweig gestärkt. Die Aktivitäten am Zentrum sind auch ein wichtiger Bestandteil der Forschungsallianz zwischen den Universitäten Hannover und Braunschweig und somit für die Region von herausragender Bedeutung.“

Die Hauptnutzfläche von insgesamt 2.574 m² soll als Arbeitsraum für über 100 Wissenschaftler dienen. Im LENA forschen zwölf Mitglieder bzw. Professoren aus drei Fakultäten der TU Braunschweig sowie acht PTB-Mitglieder aus vier Abteilungen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt. Zudem werden mehrere Nachwuchsforschergruppen im LENA-Arbeiten. Für die Fertigstellung wird Herbst 2017 anvisiert.

Kategorie:Wissenschaft
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